SolarGenossenschaft Alternative in der Altmark

Vorstellung der SolarGenossenschaft:

Der Grund für die Entstehung der Solar-Genossenschaft Altmark (SGA) ist das Wissen um die Realität der Klimakatastrophe. Es geht schon lange nicht mehr um das ob, sondern darum, inwieweit wir den Anstieg der Temperatur begrenzen können. Wir wollen unter veränderten Bedingungen durch gegenseitige Unterstützung und gemeinsame Projekte dafür sorgen dass auch ein Niveau an Lebensqualität erhalten bleibt und wir die Umwelt aktiv schützen.

Von Politik und Wirtschaft ist keine Hilfe zu erwarten, wie die jüngsten Entwicklungen zeigen. Andererseits leben hier in der nördlichen Altmark vorwiegend Menschen die bewusst einen sparsamen Lebensstil wählten der es nicht ermöglicht Solarprojekte aus eigener Kraft zu stemmen. Die Solargenossenschaft soll hier ansetzen.

Was ist die Solargenossenschaft?

Die SGA ist eine ideelle Genossenschaft. Das heißt, es werden keine Gewinne erwirtschaftet oder an GenossInnen ausgeschüttet. Die Beiträge finanzieren die Solaranlagen. Der Ertrag der Anlagen geht direkt in den Aufbau weiterer Anlagen. Auf diese Weise können in kurzer Zeit viele Solaranlagen errichtet werden, um zur Energiewende beizutragen. Durch gemeinsame Finanzierung ist es außerdem möglich, beim Bau der Anlagen von Banken unabhängig zu bleiben. Bankzinsen werden also nicht gezahlt. Gebaut wird erst dann wenn das Geld vorhanden ist.

Ziele und Zweck der Genossenschaft sind:

Umsetzung:

Die SGA setzt einen monatlichen Beitrag von 50 Euro bzw. ermäßigt 25 Euro voraus. Solaranlagen werden vorrangig auf Dächern oder Flächen von Genossenschaftlern installiert. Wenn keine Dächern oder Flächen mehr von GenossInnen angeboten werden, können die Anlagen auch auf Dächern oder Flächen von öffentlichen Einrichtungen durch die Genossenschaft oder eine beauftragte Firma installiert werden. Die Genossenschaft schließt für jede gebaute Anlage einen Wartungsvertrag.Die Gewinne der Anlagen gehen, soweit nicht für die Gebühren oder Wartung benötigt, in den Aufbau weiterer Anlagen. Die Eigentümer der Dächer oder Flächen haben ein Vorkaufsrecht nach 25 Jahren. Die Anlagen verlieren dann ihre Leistungsgarantie und können zum Zeitwert abgegeben werden.

Es wird, wenn gesetzlich möglich, angestrebt den Strom an einen „grünen Anbieter“ zu verkaufen. Durch die Vermeidung von Kreditaufnahmen zur Finanzierung der Anlagen können die eingesparten Zinsen für die Ziele der Genossenschaft eingesetzt werden.

Übersicht Finanzielle Planungen

Konkrete Zahlen können erst in einiger Zeit erstellt werden, deshalb hier einige Modellrechnungen:

Bei 80 Mitgliedern von denen 60 den ermässigten Beitrag und 20 den normalen Beitrag zahlen sind das pro Monat 2500 Euro.
Für Grosshandelskunden kostet eine 1kw-Anlage ca. 3500 Euro.
Hinzu kommen noch Kosten für die Montage und den Stromanschluss.
Es könnten also ungefähr alle 2 Monate eine Anlage gebaut werden.
Eine Anlage hat einen ungefähren Leistungsertrag von 800kw pro Jahr.
Dafür werden derzeit pro kw/h durch die Solarstrom-Vergütung 42,48 Cent gezahlt. (ca. 340 Euro pro Jahr)

Nach 4 Jahren kann die Solaranlagenförderung halbiert werden. Dann könnten mit 25 Anlagen ca. 8500 Euro pro Jahr erwirtschaftet werden.

Das freiwerdende Geld kann für die Anschaffung von Solarmobilen, Solar- oder kleinen Windanlagen sowie für Dämmkredite benutzt werden.

Nach 6 Jahren vermehren sich die Anlagen ohne Zuschuss und neue Förderungen wären möglich. Dann sollte der Beitrag erstmals um 5 bzw. 10 Euro gesenkt werden.

Vorteile für die GenossInnen

Genossenschaft Intern

Der Vorstand der Genossenschaft besteht aus 2 Personen.
Der Aufsichtsrat aus 3 Personen.
Der Vorstand und Aufsichtsrat rotieren alle 2 Jahre.
Der Verwaltungsaufwand sollte so gering wie möglich sein.
Die Vorstandsarbeit soll so vereinfacht werden dass jedes Mitglied mit Interesse die Vorstandsarbeit wahrnehmen kann.
Die Kommunikation über das Internet soll helfen Wege zu vermeiden.
Die Kosten für die Anmeldung der Genossenschaft sowie weitere unabdingbare Betriebskosten sollen durch Spenden erbracht werden.
Eine Anerkennung als gemeinnützig wird angestrebt.
Solaranlagen werden vorrangig auf Gebäude und Gelände der GenossInnen installiert.
Der Vorstand beauftragt, kontrolliert und beaufsichtigt die ausführenden Firmen falls die erforderlichen handwerklichen Fähigkeiten zum Aufbau der Anlagen durch die GenossInnen nicht vorhanden sind.
Können keine weiteren GenossInnen für den Aufbau weiterer Anlagen geworben werden verhandelt die Genossenschaft mit öffentlichen Trägern über die Aufstell- und Wartungsbedingungen.
Die Ergebnisse werden im Internet für die Genossenschaftsmitglieder veröffentlicht.
Der gesamte personelle wie energetische Aufwand soll so niedrig wie möglich gehalten werden. Durch die Nutzung des Internets sollen Kosten und Wege erspart werden.
Weitere Projekte sind erwünscht. (siehe Projektinfo Alternative in der Altmark)
Die Projekte werden nicht zentral geleitet. Jedes Mitglied kann alleine oder mit mehreren ein Projekt gründen und begleiten.

Ideeller Hintergrund:

Der Netzwerkgedanke

Die Genossenschaftsaktionen bilden den Hintergrund eines sozialen Netzwerks. Nicht Gewinn, Macht, Einfluss oder Prestige stehen im Vordergrund sondern die Einsicht dass gehandelt werden muss um das Ausmaß der Klimakatastrophe zu begrenzen.

Die sozialen Kontakte untereinander sollen durch Treffen und andere gemeinsame Aktionen die der Umwelt und den Mitgliedern dienen vertieft werden. Förderer und Spender sind willkommen wenn sie es unter obengenannter Prämisse tun.

Mut machen

Initiativen wie die SGA tragen dazu bei, die verbreitete Mutlosigkeit und Ohnmacht angesichts der drastischen Veränderungen, die uns drohen, zu überwinden. Die Genossenschaft bietet vielen Menschen unterschiedlichen Hintergrunds die Möglichkeit, auf unkomplizierte Weise unmittelbar an der Energiewende mitzuwirken und greifbare Resultate zu erzielen. Da der Aufwand für den Betrieb der Genossenschaft gering gehalten werden kann, haben die Mitglieder Zeit für andere Tätigkeiten. So können alle an der Werbung neuer Mitglieder oder Öffentlichkeitsarbeit teilhaben. GenossenschaftlerInnen können sich zum Austausch über praktische Methoden des energiesparenden Lebens treffen und haben bei Interesse genug Zeit, gemeinsam weitere sinnvolle Initiativen von unten zu entwickeln, in denen Eigennutz und Gemeinnutz einhergehen.

Das Motiv

Die Genossenschaftsgründung beruht auf dem Wissen der GenossInnen um die Entwicklung des Klimas und der Sorge dass durch die Monopole der Energiekonzerne eine Umstellung der Energieerzeugung auf regenerative Energieformen behindert wird. Deshalb ist es wichtig Elektrizität dezentral umweltfreundlich zu erzeugen um den Konzernen hierdurch die Gewinne und ihren politischen Einfluss zu schmälern Die Genossenschaft will effektive Maßnahmen zur Verminderung der Ausmaße der Klimakatastrophe umsetzen.

Yes we can

WissenschaftlerInnen verweisen inzwischen in seltener Einigkeit auf die menschengemachten Ursachen der Klimakatastrophe. Auch der Weltklimarat der UNO hat die Politik in ungekannter Deutlichkeit zum Handeln aufgefordert. Trotzdem verschließen sich die EntscheidungsträgerInnen in den nationalen Parlamenten und den oberen Konzernetagen weiterhin der längst überfälligen Energiewende.
Derartige Scheinlösungen beruhen auf der selben Geisteshaltung, welche die Kilmakatastrophe überhaupt erst hervorgebracht hat. Lösungsansätze, die kurzfristige Gewinne versprechen, tragen dazu bei, vor den gravierenden mittelfristigen Problemen dieser Technologien die Augen zu verschließen. Vor allem, weil die dadurch entstandenen Kosten anders als die Gewinne überwiegend an die Gesellschaft durchgereicht werden. Eine Erzeugung und Nutzung von Energie, die zwar beim Umstieg kurzfristig höhere Kosten verursachen würde, langfristig jedoch umweltschonend, effizient und deutlich kostengünstiger wäre, ist daher weder für die Politik noch für die Wirtschaft opportun. Es liegt also auf der Hand, dass eine solche Energiewende nur durch Initiativen von unten herbeigeführt werden kann. Zu diesem Zweck wollen wir die SGA gründen.

Vision:

Durch die Solidarität der Menschen entsteht ein starkes Netz der Unterstützung Sobald die Genossenschaft in einer Region erste Erfolge aufzeigen kann, können verstärkt Anstrengungen in die überregionale Verbreitung der Idee fließen. So kann mit der Zeit ein selbst geschaffenes Netz von Regionen entstehen, die durch praktische Initiativen von unten die Energiewende herbeiführen.




Alternative in der Altmark

Mögliche Initiativen innerhalb der Solargenossenschaft

AG Gründung AG Mobilität AG Grauwasser
AG Windenergie AG Bauabnahme AG Öffentlichkeitsarbeit

unabhängige bestehende Initiativen und Betriebe

Lehmbaubetrieb Filzwerkstatt Dämmbetrieb
Buchversand de bunte vier FoodCoop
Bioladen Umweltberatung Biobäckerei
Biogartenversand Pilz-Zucht Fladenbäckerei

unabhängige mögliche Initiativen und Betriebe

Job-Börse Landgenossenschaft AG Wohnraumsuche
Solarbetrieb Saatgutbörse AG Transition



Impressum und Inhaltlich Verantwortlicher

Horst Hörrmann
Klein Chüden 6
29410 Chüden

E-Mail:webmaster@alternativeninderaltmark.de
Internet: www.alternativeninderaltmark.de

Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 10 Absatz 3 MDStV: Horst Hörrmann (Anschrift wie oben)